Yachtausrüstung
Zur Yachtausrüstung zählt alles was an und auf einer Yacht zur Sicherheit, Fahrunterstützung, Versorgung, Unterhaltung und zum Leben oder auch Überleben beiträgt. Alle wichtigen Yachtausrüstungs Utensilien sind beim Kauf einer Segelyacht bereits vorhanden. Ohne sie könnte niemand seine Jungfernfahrt starten, denn ohne Segel, Mast, Großbaum, Winschen, Luken – halt allem was zum Rigg gehört, geht es nun mal nicht. Außerdem wären da noch:
ANKER, Ankerkette, Ankerverbinder, Ankerwinde, Ankerrolle, Ankerleine, Ankerball…
Für unterschiedliche Reviere benötigt man spezielle Anker. Feste Lehm- und Sandböden verlangen flache Ankerformen. Ein Pflugscharanker ist bei hohem Tidenhub ideal. Stocklose Anker bieten große Haltekraft auch im Stromgewässer. Für Beiboote empfehlen sich Klappdraggen (Falt- oder Schirmanker). Ohne den passenden Anker nützt der schönste Ankerplatz nichts.
FENDER dienen zum Schutz der Schiffswand beim Vertäuen. Vor jedem Anlegemanöver heißt es Fender raus. Es gibt unterschiedliche Formen, Farben, Belastbarkeiten und Qualitäten. Die länglichen, klassischen sind vertikal und horizontal verwendbar. Kugelfender werden in komplizierten Fällen eingesetzt oder zur Markierungsboje umfunktioniert. Ein Vorrat an sehr platzsparenden Flachfendern ist empfehlenswert. An Pumpen zum Aufblasen, passende Halterungen und Fenderleinen denken.
TAUWERK; Seile, Schoten, Trosse, Bändsel, Fallen, Schleppleine, Wurfleinen, Tampen für Wanten und Stangen, oder als Dirk und Baumniederholer, aus Kunstfaser, Stahldraht, schwimmfähig, dehnbar, geflochten, geschlagen. Der erfahrene Segler findet sich zurecht, der Anfänger sollte sich unbedingt beraten lassen.
BATTERIEN für die Stromversorgung der Technik, der Instrumente, der Pantrybestückung, der Beleuchtung und evtl. eines RadioSwitch, über den alle Lichter, das Signalhorn, Elektrowinschen, Rollanlagen, Bugstrahlruder, selbst der Motorstart bedient werden.
NAVIGATIONSSYSTEME, Kompass, GPS, Radar, Interphase-Sonar, Echolot bringen den Segler von A nach Z. Sie ermöglichen und vereinfachen die Navigation, besonders nachts und unter widrigem Wetter. Kompass, GPS, Schiffskarten, Gewässerkarten sind notwendige Orientierungshilfen. Ein Navigationsbesteck trägt zur Effektivität der Bestimmungen bei.
Echolot, Interphase-Sonar lotsen durch besonders enge und schwierige Hafeneinfahrten, zeigen Untiefen und machen Fischschwärme ausfindig. Wenn man die Kommandostände mancher Segelyachten sieht, hofft man, dass diese über eine entsprechende Klimatisierung zum Schutz der hochempfindlichen Geräte verfügen. Der Kompass ist immer noch das wichtigste Navigationsinstrument. Manche Bestückung von Steuersäulen scheint das zu ignorieren. Da sind andere elektrische Instrumente dicht um einen Magnetkompass gruppiert, der aber nur einwandfrei arbeitet, wenn die restliche Elektronik in 1,00 m Entfernung angebracht ist. GPS (die Elektronik generell) kann ausfallen, dann ist ein richtig anzeigender Kompass die einzig zuverlässige Navigationshilfe.
SICHERHEIT: Neben Rettungswesten, Rettungsringen, Bei-/Schlauch-/Faltboot, Leuchtpistole ist eine unabhängig arbeitende Vorrichtung zur schnellen, weltweiten Alarmierung per Satellit zum Bremer Schiffsmeldedienst eine nicht mal sehr teure Anschaffung.
Ohne MOTOR läuft heute keine Segelyacht aus. Es gibt Benzin- und Dieselmotoren als Zwei- oder Viertakter. Der Außenborder für das Beiboot ist in der Regel ein Zweitaktmotor. Für einen Viertakt-Motor spricht seine Sparsamkeit und das ruhigere Laufen. Der Zweitakter hingegen ist leistungsstärker.
PROPELLER für Segelyachten sind meist zweiflügelig. Er erleichtert das Vorwärtskommen bei schwachem Wind und die Arbeit des An- und Ablegens.
WASSERBEVORRATUNG, ein Blauwasser-Thema. Für die landkontaktarmen Langfahrten ist Kreativität beim Einlagern einer großen Wassermenge gefordert. Salzwasser-Umwandlungsanlagen haben eine interessante Konkurrenz bekommen. Eine Kopplung von Salz-Umwandlungsanlage und Trainings-Stepper. Während der Skipper oder ein Crew-Mitglied seine Beinmuskulatur stärkend in die Pedale des Steppers tritt, werden zwei Entsalzungspumpen angetrieben. Dabei wird durch Umkehrrosmose ein Volumen um die 10 Liter Trinkwasser in einer Stunde erzeugt.
Außer Wasser unter dem Kiel braucht es zum Segeln den Wind. Die Richtung des Windes, des Kurses zum Wind, „verklickert“ dem Segelyacht-Führer ein wimpelartiges Fähnchen auf der Mastspitze oder in etwas anderer Form ein „Windbüdel“ oder „Flögel“. Es gibt sie auch als elektronische Kombianzeige von Windrichtung und Windgeschwindigkeit, die VERKLICKER.
Wenn dann die Positionslampen leuchten, die Gangway hochgezogen ist, Bug- und Badeleiter angebracht sind, Bootshaken, Schäkel, Schrauben, Karabiner, Ersatzbeschläge, Abdeckplanen/Bergeschläuche an Bord sind: „Gute Fahrt voraus“.
