Tidenuhr




Eine Tidenuhr war früher den Menschen bekannt, welche sich für Schiffszubehör interessieren und in Gegenden wohnen, in welchen das Spiel der Gezeiten den Rhythmus des Lebens bestimmte.
Gezeiten wechseln sich unaufhörlich ab und kehren in einer Abfolge von bestimmten Zeitabständen immer wieder. Die Menschen, welche mit den Gezeiten leben, wissen über den Umgang mit einer Tidenuhr und über deren Bewandnis.
Alle Gezeitenuhren basierten auf dem Prinzip der ersten deutschen Gezeitenrechenmaschine, welche 1916 erfunden wurde.
Die Tidenuhr ist ein gebräuchlicher Zeitmesser an gezeitenreichen Gegenden. Sie ist ein Instrument, welches für die Anzeige von Ebbe und Flut verwendet wird. Die Tidenuhr wird daher auch als Gezeitenuhr bezeichnet und stellt ein grundlegendes Messinstrument im Alltag dar.
Die Tidenuhr wurde so entwickelt, dass aufgrund deren Funktionsprinzip eine Vorhersage von Ebbe und Flut möglich wird. Diese Vorhersage ist natürlich nicht hundertprozentig genau, da die Gezeiten an verschiedenen Abschnitten nicht exakt zur gleichen Zeit auftreten.
Diese besonderen Uhren sind schon seit Jahrhunderten im Einsatz und ermöglichen den Besitzern eine Vorausschau, wann die nächsten Gezeiten eintreten werden. Dies war wichtig, da eine Reihe von Tätigkeiten nur im Einklang mit dem Meer und den Gezeiten ausgeführt werden konnten. So benutzten insbesondere Krabbenfischer und Muschelsucher die Tidenuhr, um genau zum Zeitpunkt der Ebbe, wenn sich das Meer zurückgezogen hat, im Schlick und Schlamm nach Nahrung zu suchen. Die Uhr stellte daher für die Meeresanwohner einen stetigen Begleiter dar.
Tidenuhren werden heute von vielen Surfern und Touristen genutzt. Sie tragen diese Uhren am Arm.
Die Tidenuhr ermöglicht es, nach der entsprechenden Voreinstellung eine Anzeige über das an- und ablaufende Meereswasser zu erhalten. Dies ist vorteilhaft und kann lebenswichtig sein für ausgedehnte Spaziergänge über das Wattenmeer.
Auch Schiffe werden mit einer adäquaten Anzeige ausgerüstet. Aufgrund der technischen Voraussetzungen finden diese Anzeigen vorrangig integriert in Schiffsuhren ihren Platz.
Heute stellen insbesondere alte Tidenuhren einen reizvollen Sammlerwert dar.
Eine Tidenuhr ist eine robuste und stabile Uhr. Sie besteht vorrangig aus dem runden widerstandsfähigen Gehäuse aus Messing. An der Vorderseite befindet sich eine Deckelung aus Quarzglas, welches die empfindlichen und filigranen Zeiger und das Zifferblatt sicher vor Beschädigungen schützt.
Die Größen der Tidenuhr sind unterschiedlich. Sie variieren in der Spanne von etwa 18 bis 22 Zentimetern Durchmesser.
Die modernen Gezeitenuhren basieren nicht grundlegend auf dem mechanischen Prinzip der Gezeitenrechenmaschine. Sie beruhen auf Gezeitenvorausberechnungen durch computergestützte Programme. Die Berechnung ist einerseits wichtig. Andererseits fließen in die Vorausbestimmung der Gezeiten Prognosen ein, welche statistische Meßkoordinaten der vergangenen Jahre beinhalten. Daneben spielen meteorologische Vorhersagen und Deutungen ebenfalls eine bedeutende Rolle.
Auf Schiffen und Yachten werden Tidenuhren fest installiert und sind nicht für das Tragen am Arm einsetzbar.
Für den Arm geeignete Gezeitenuhren sind mit widerstandsfähigen Armbändern ausgestattet und besitzen ein stoßfestes und wasserdichtes Kunststoffgehäuse. Die Anzeige ist LED gestützt und die Berechnung der Gezeitenabfolge erfolgt über Chips im Inneren der Uhr. Tragbare elektronische Tidenuhren haben im Wesentlichen die mechanische Gezeitenuhr abgelöst.
Elektronische Tidenuhren bestechen durch die vielen Zusatzfunktionen neben der Gezeitenanzeige. Dazu gehören beispielsweise einen Tidenrechner, Alarmfunktionen und spezielle Anzeigemöglichkeiten. Der Besitzer hat die Möglichkeit, eine Tidenuhr dieser Art zunächst auf die Zeit der örtlich höchsten Tide vor zu stellen. Dies ist die Basiseinstellung für die automatische Anzeige von steigendem und fallendem Wasserstand.