Segelyachten

Segeln wird immer beliebter, obwohl die Segler über Nachwuchs klagen. Dennoch sieht man in den vielen Segelyacht-Clubs reichlich Jollen in denen Knirpse, mal sehr konzentriert, dann vor Freude quietschend, über das Wasser gleiten. Vielleicht liegt es daran, dass eine Segelyacht immer noch Ausdruck von Reichtum und Luxus ist. Vielleicht ist es die komplexe Ausbildung, die für dieses „Hobby“ zwingend erforderlich ist. Der Segler ist während seiner Freizeitgestaltung auf seiner Segelyacht ein „Fahrzeugführer“ und muss, wie ein Autofahrer, seine Kompetenz zum Fahren und sein Wissen über sein Fahrzeug, das spezifische Umfeld, durch einen „Bootsschein“ belegen. Danach steht dem Traum von der eigenen Segelyacht nichts im Wege. Lediglich die Entscheidung: welche Segelyacht für welchen Zweck, neu oder gebraucht, steht davor. Es bieten sich so vielfältige Möglichkeiten wie es wohl auch Träume gibt.

segelschiff

Welche Yacht darf es sein?

Für welche Segelyacht man sich schließlich entscheidet, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zuerst einmal muss Klarheit herrschen bezüglich: in welchen Gewässern soll das Segelboot (Bezeichnung als Boot zeigt, die Länge ist nicht über 7 m.) oder das Segelschiff (Länge 7,5 m – 18 m) hauptsächlich kreuzen? Wie professionell sind die eigenen Segelkünste, ist ein B-Schein (Hochsee) vorhanden? Soll die Segelyacht auch oder nur für SPORTZWECKE genutzt werden, vielleicht sogar an Regatten teilnehmen? In letzterem Fall wäre jedweder Luxus-Schnick-Schnack lästig. Im Vordergrund steht hier Funktionalität durch Hi-Tech-Material für leichteste Bauweise. Ansonsten folgen noch Überlegungen wie: nostalgisch- klassisch oder modern schnittig? Aus Kunststoff, Holz, Stahl oder Alu? Welche Betakelung, damit auch wie viele Masten, welche Beplankung, welcher Rumpftyp? Die beste Übersicht für einen Vorentscheid bieten die großen Bootsmessen im Land. Da sieht man sie alle. Die kleineren FAHRTEN-SEGELYACHTEN für die Freizeit, mit allen Annehmlichkeiten für bis zu vier Personen, um die neun Metern lang, mit abgeteiltem Vorschiff und ebenfalls abgeteilter Achterkammer, einer Nasszelle mit Dusche, einer respektablen Pantry, einem Salon mit zwei Sitzbankreihen. Die FAMILIEN-SEGELYACHTEN mit vier Kabinen (davon u. U. 2 mit Etagenbetten), bringen locker 28 Tonnen ins Wasser. Der Mast ragt 25 Meter hoch. Oder die meist schneeweißen, schlanken 18 m CRUISER-SEGELYACHTEN. Dann etliche der edlen, ORIGINAL-KLASSISCHEN SEGELYACHTEN von vor 1970, besonders schön aus Holz, aber auch aus Stahl oder Aluminium gebaut. Daneben, nicht weniger hinreißend, die sogenannten VINTAGE-SEGELYACHTEN, klassische Yachten, die bei der Restaurierung moderne Beschläge oder anderweitige Ersatzteile erhielten, die es in ihrem Erbauungsjahr noch nicht gab. KATAMARANE oder TRIMARANE werden häufig als Segelyachten bezeichnet, was sie aufgrund ihrer Formstabilität aber nicht sind. Der verbreiterte Rumpf erschwert zwar das Kentern enorm, aber wenn es doch mal passiert, können sie sich nicht mehr aufrichten. Segelyachten sind gewichtsstabil. Sie können sich aufgrund des aufrichtenden Moments ihrer eingelagerten Tonnen an Blei wieder aufrichten. Ohne diese Bleibeschwerung jedoch würden sie schon bei geringem Wind umkippen. Andererseits bewirkt das auch die schnittige, oft spektakuläre Schräglage bei rasanten Fahrten hoch am Wind, die bei Zuschauern den Atem stocken lassen.
Und – für die meisten Segler – Traum-Segelyachten, die das auch auf ewig bleiben werden: ein Traum.

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Segelyachten der Superlative.

Die absoluten LUXUS-SEGELYACHTEN sind von hohem Komfort. Feinste Materialien, edelste Hölzer, Marmorbad usw., erfreuen das Auge. Diese Segelyachten symbolisieren die ungebremste Freiheit auf den Meeren. Die aber nur den Reichen unter den Segelliebhabern vorbehalten bleibt. Die Segelyachten der MEGA-YACHT-KLASSE haben häufig eine, den historischen Segelschiffen nachempfundene Besegelung. Unter ihnen gibt es auch MEHRMASTSCHONER wie den berühmten VIERMASTSCHONER Phocea. Ursprünglich für internationale Transozean-Regatten gebaut, wurde die 75,13 m Super-Yacht 1986 zur Privatyacht umgebaut. 1997 ging sie (in schlechtem Zustand) für 5 Millionen Euro in den Besitz einer libanesischen Multimillionärin über, die ihr einen unvergleichlichen Luxus im Innenbereich verlieh. Das Schiff zählt zu den größten privaten Super-Maxi-Segelyachten und kann für 220.000 Euro/Woche gechartert werden