Segelbedarf
Zu jedem Sport gehört die richtige Ausrüstung. Auch beim Segeln gibt es eine Vielzahl von Dingen, die Sie nur im Fachgeschäft für Segelbedarf erhalten.
Das Sortiment beim Segelbedarf fängt an mit der ernsthaften Yachtausstattung. Neue Winschen oder ein elektronischer Windmesser modernisieren die Yacht. Der „Heimwerker“ unter den Seglern verwendet gern einen Teil seiner Freizeit, um sein Boot immer perfekter auszurüsten.
Yachtpflege ist ein weiterer wichtiger Faktor für die langfristige Freude an jeder schicken Yacht und deren Werterhalt. Bei der Vielzahl von unterschiedlichen Materialien an einer Segelyacht gibt es eine entsprechende Vielfalt verschiedener Produkte. Reparatur- und Pflegesets für Kunststoff, Öl für das Teakholz an Deck, Farben und Lacke für die verschiedenen Anwendungen.
Sicherheit für jeden Segler und Schutz vor dem Wetter sind lebenswichtige Artikel für Jeden.
Beginnen wir mit der Schwimmweste als wichtigstem Bedarf für die Sicherheit. Es gibt von der einfachen Festkörper Schwimmweste ein breites Spektrum an Automatik Westen, die sich erst bei Berührung mit Wasser selbständig aufblasen. Entsprechende Gaspatronen werden in der Schwimmweste montiert und müssen nach Gebrauch erneuert werden. Der Vorteil der Automatik Westen ist die geringe Größe im nicht aufgeblasenen Zustand. Bei der Arbeit an Deck stören diese Westen weniger, was zu einer besseren Akzeptanz führt. Denn nur eine angelegte Schwimmweste schützt.
Diese Westen lassen sich häufig mit einem Life Belt ergänzen, der Kinder und Erwachsene sichert und vor dem „über Bord fallen“ schützt. Der Life Belt ist nach meiner Erfahrung mindestens so wichtig wie die Schwimmweste. Die wird nämlich erst notwendig, wenn man bereits ins Wasser gefallen ist.
Ein Segelanzug mit guten Stiefeln und warmer Unterwäsche ist unerlässlich für sicheres Segeln. Wenn das Wetter schlecht ist tritt bei falscher Kleidung schnell eine Unterkühlung ein. Jeder Mensch wird in einem solchen Zustand unkonzentriert und langsamer in seiner Reaktion, ein gefährlicher Zustand bei schwerem Wetter, wo jeder Handgriff sitzen muss. Bei Segelanzügen mit Jacke und Hose gibt es unterschiedliche Qualitäten. Der einfache „Gelbe“ schützt vor Feuchtigkeit und ist auf der Jolle brauchbar, der „Dicke“ hat ein einknöpfbares Futter mit Leuchtstreifen und weiteren Sicherheitsvorkehrungen für das Fahrtensegeln bei jedem Wetter.
Wer es lieber mag, greift zum Overall, ein durchgehender Anzug, der noch besser schützt. Allerdings kann man manche Dinge mit Overall schlechter erledigen, ein deutlicher Nachteil dieser Lösung.
Stiefel sollte man bei Nässe testen. Stiefel müssen ein rutschfestes Profil aufweisen, und zwar auf dem nassen Deck Ihres Schiffes. Es kann durchaus für die Auswahl des richtigen Stiefels wichtig sein, ob das Schiff ein Teak Deck oder ein Kunststoff Deck besitzt.
Ein Segelmesser und auch verschiedene Größen an Schäkeln und Benzeln gehören in die Taschen eines jeden Segelanzuges. Diese „kleinen Ersatzteile“ sind handwerkliche Grundausrüstung für den Segler bei der Arbeit. Es gibt immer wieder Situationen, wo ein Schäkel bricht oder ins Wasser fällt. Es ist keine gute Seemannschaft, das Segel wehen zu lassen und unter Deck nach einem Schäkel zu suchen.
Ach ja, dann noch die immer breiter werdende Artikelgruppe mit Hosen, Pullovern, Jacken und Halstüchern. Eigentlich nichts zum Segeln, aber wir haben ja auch noch Frauen.
So dachte ich früher auch, bis ich mit einem stolzen Zweimaster mit 5 Metern Tiefgang ungeplant im königlich-schottischen Yachthafen in Edinburgh landete. Nachts, von einem Pilotboot der Berufsschifffahrt bis an den Steg begleitet. Am nächsten Morgen erhielten wir die Einladung zum offiziellen Dinner des Yachtclubs vom Buttler übermittelt. Neben zwei Segelanzügen führte ich noch eine blaue Jeans mit. Erwartet wurde ein formales Outfit mit Schuhen, Hemd und Hose in Weiß und blauem Jackett mit Kapitänsmütze als Skipper! Die Einladung war eine Ehre, aber für mich eine teure Nachricht. Ich nahm am Morgen erst mal meine Kreditkarte und ein Taxi zum Händler für Segelbedarf.
