Segelausrüstung

Hart am Wind: Die richtige Ausrüstung für den Segeltörn

In einer alten Volksweise heißt es: „Eine Seefahrt, die ist lustig“… Aber: Wer für einen längeren Törn an Bord eines Segelschiffs geht, der sollte sich bewusst machen, dass dort – bei allem Spaß und Vergnügen – zunächst Dinge im Vordergrund stehen, die die Sicherheit betreffen. Die eigene Sicherheit und die der anderen Crewmitglieder. Dazu gehört, nebst verantwortungsbewusstem Verhalten, auch eine verantwortungsbewusst zusammengestellte Segelausrüstung.

Dazu gehören natürlich auch persönliche Papiere, also müssen Personalausweis, Impfpass, der Bootsführerschein und, falls es in fremde Gewässer geht, eine Auslandskrankenversicherung mit an Bord. Ebenso sollte man natürlich die EC-Karte dabeihaben.

Eine Segelyacht bietet wenig Platz. Wichtig ist daher, dass man auf Sperriges verzichtet. So sollte die mitgebrachte Ausrüstung nicht in einem Koffer, sondern besser in einer Sporttasche oder einem Seesack verstaut werden.

Zur Segelausrüstung selbst. Unverzichtbar gegen die Sonne, der man, so sie denn scheint, bedingungslos ausgesetzt ist an Deck, sind eine Sonnenbrille und eine Sonnenschutzcreme. Auch eine Kopfbedeckung, etwa ein Basecap, beugen einem eventuellen Sonnenstich vor. Wer dennoch zu viel Sonne abbekommt, kann sich mit einer After-Sun-Lotion dem Sonnenbrand entziehen. Auf Sonnenöl dagegen sollte verzichtet werden, schnell sind Planken oder die Bootshaut mit einer schmierigen Schicht bedeckt, auf der man leicht ausrutscht. Dann: Schuhe. Ein Paar Schuhe mit rutschfester und heller Sohle, damit diese nicht auf der weißen Bootshaut abfärbt, sind unverzichtbar. Ideal sind Sohlen, die auch dann nicht ins Rutschen kommen, wenn es nass ist an Deck.

Denn Wasser ist nicht nur das Element, welches das Boot trägt. Ist nach einem Regenguss das Deck erst einmal feucht, hat man die Nässe bald auch unter Deck und in den Schlafkabinen. Dem vorzubeugen ist nur mit einem Regenschutz möglich, etwa mit dem Friesennerz. Als Oberteil sollte man einen dicken Pullover mit Kapuze dabei haben. Zusammen mit dem Basecap hält eine Kapuze von oben fast komplett trocken. Idealerweise hat man für schlechtes Wetter Funktionsunterwäsche dabei – diese trocknet meist über Nacht und ist am nächsten Tag gleich wieder verwendbar. Als Beinkleidung bieten sich ebenfalls funktionale Hosen an, etwa Trekkinghosen, da diese mit mehreren Taschen ausgestattet sind.

Je nach Gewässer, das man befahren möchte, empfiehlt es sich, Insektenschutz mitzuführen. Auch Gewässerkarte und Kompass sind mitunter nützlich. Um die Duschen an den Anlegestellen hygienisch nutzen zu können, sollte ein paar Badeschlappen ebenfalls zur Ausrüstung gehören. Und da selbst heiße Sommertage nicht automatisch laue Nächte bedeuten (über dem Wasser kühlt die Luft teils empfindlich ab), schaden dicke Pullover nichts, wenn man abends an Deck auf einen schönen Törn anstoßen möchte. Also: Leinen los!