Neigungsmesser
Was ist ein Neigungsmesser?
Unter einem Neigungsmesser ist ein Messinstrument zu verstehen, mit dessen Hilfe Winkel und Steigungen oder Gefälle gemessen werden können. Die synonym mit dem Begriff Neigungsmesser verwendeten Bezeichnungen Klinometer beziehungsweise Inklinometer stammen ursprünglich aus dem Griechischen. Neigungsmesser können sehr einfache mechanische Konstruktionen sein, aber auch als sehr komplexe und genaue Digitalgeräte ausgelegt sein.
In seiner schlichtesten Form besteht ein Neigungsmesser dabei aus einem Zeiger, der durch sein eigenes Gewicht nach unten zeigt und dabei auf einer Winkelskala den gemessenen Winkel anzeigt.
Neben diesen mechanischen Neigungsmessern lassen sich allerdings mittlerweile auch elektrische Klinometer realisieren. Die Messung wird hier mit einem Widerstand vorgenommen, der je nach der Neigung des Klinometers unterschiedlich tief in eine leitfähige Flüssigkeit eintaucht. Als leitfähig Flüssigkeit kommt dabei in den meisten Fällen Quecksilber zum Einsatz. In letzter Zeit konnten sich die noch deutlich moderneren Neigungsmesser mit Digitaltechnik etablieren. Ihre Funktionsweise beruht auf Messfühlern, die das Erdschwerefeld messen können und daraus die Messergebnisse für Steigung oder Gefälle errechnen. In gut ausgestatteten Wasserwagen für den professionellen Einsatz findet sich in vielen Fällen ein fest eingebauter Neigungsmesser. Häufig anzutreffen sind auch Kompasse, in denen ein Klinometer fest integriert ist.
Auf welchen Gebieten kommen Neigungsmesser zum Einsatz?
Neigungsmesser, oder genauer gesagt Neigungswinkelmesser, kommen vor allem im Bauwesen, aber auch in der Schiff- und Luftfahrt sowie gelegentlich im Verkehrswesen zum Einsatz. Im Bauwesen werden sie beispielsweise dazu eingesetzt um Dachschrägen zu vermessen, Fenster und Möbel genau einzupassen oder um Rohrleitungen mit dem richtigen Gefälle zu verlegen. Aber auch in Autowerkstätten kann ein Neigungswinkelmesser hervorragende Dienste leisten und beispielsweise die Neigung einer Gelenkwelle oder des Querlenkers im Verhältnis zur Waagerechten ermitteln. Mit den so ermittelten Daten können an einer Anlage zur präzisen Achsvermessung so Einstellungen für die Parameter Sturz, Spur und Nachlauf vorgenommen werden.
Generell sollten Neigungsmesser also überall dort zum Einsatz kommen, wo die Bestimmung von Steigungen und Gefällen, die präzise waagerechte Ausrichtung oder die exakte Messung von Winkeln jeder Grösse entscheidend ist. Vor allem die modernen Digitalgeräte erlauben hier die flexible Anzeige der Messergebnisse. Entweder in Prozentzahlen für die Neigung oder in Gradzahlen für die Winkelgrösse.
Die Hersteller von Neigungsmessern
Als Hersteller von digitalen Neigungswinkelmessern hat sich das deutsche Unternehmen Robert Bosch GmbH
etablieren können. Insbesondere das Modell “Bosch Neigungsmesser DNM 60 L” ist weit verbreitet. Aber auch das Spezialunternehmen im Bereich der Messtechnik, die HEDÜ GmbH aus Mönchengladbach konnte sich mit automatischen und elektronischen Neigungsmessern einen Namen machen. Die geo-Fennel Führer GmbH aus dem hessischen Baunatal schließlich ist ein Unternehmen des deutschen Mittelstandes, das sich mit seinen Produkten im Bereich Lasermesstechnik und Vermessungsbedarf auf dem Weltmarkt etablieren konnte. Zum Vermessungsbedarf zählen hier auch zahlreiche Typen von Neigungsmessern, darunter kombinierte Geräte, die auf elektronische Weise sowohl Winkel als auch Neigungen messen können.
