Bootscharter
Ein Urlaub auf dem Wasser ist interessant und erholsam. Ein Boot dazu kann man in allen interessanten Revieren der Welt einfach chartern. Die Entscheidung für den „richtigen“ Bootsurlaub ist der erste Schritt.
Beginnen wir mit der Variante, die jedem ohne Voraussetzungen offensteht: Urlaub auf dem Hausboot.
Hausboote werden nur auf ungefährlichen Binnengewässern angeboten. Es gehen keine besonderen Gefahren von den Gewässern aus, es sind jederzeit Häfen und Plätze zum Anlegen erreichbar. Daher brauchen Sie keine Erfahrung beim Führen von Schiffen oder gar einen Bootsführerschein vorzuweisen. Wenn Sie Auto fahren können, geht der Vermieter davon aus, dass Sie nach kurzer Einweisung ein Hausboot steuern können.
Schöne Reviere für Hausboote gibt es in Europa wie auch in USA. In Irland verbinden Sie die raue und unberührte Landschaft des Shannon mit Erholung pur. Sie gleiten durch die Landschaft und haben jederzeit den Komfort des Hausbootes, wo auch immer Sie festmachen. Weitere große Reviere gibt es in Deutschland an der Brandenburgischen Seenplatte, in Holland, sowie in Frankreich von der Schlösserfahrt auf der Loire bis zum Canal du Midi am Mittelmeer. Laden Sie die Fahrräder aufs Boot und der Urlaub wird perfekt.
Große Motoryachten sind eher für Küstengewässer geeignet. Wer träumt nicht von einer Motoryacht mit Flybridge im Mittelmeer bei schneller Gleitfahrt und Sonnenschein? Einlaufen in St. Tropez mit Hafenbummel, sehen und gesehen werden!
Beim Chartern solcher Boote brauchen Sie einen Führerschein und praktische Erfahrung bei der Führung entsprechender Motoryachten in vergleichbaren Gewässern. Küstengewässer sind bei wenig Wind und schönem Wetter einfach zu befahren, bei Wetterumschwung oder einem heftigen Gewitter sind sichere Navigation und Schiffsführung überlebenswichtig.
Reviere gibt es rund um das Mittelmeer sowie auch in den USA. Je rauer Wetter und See, desto weniger gut ist das Revier für Motoryachten geeignet.
Segelyachten erfordern das meiste Wissen und die breiteste Praxiserfahrung, sind dafür in fast allen Revieren bis auf Flüssen gut zu fahren. Auch ein langer Törn mit mehreren Tagen ohne Landsicht und Hafen sind kein Problem. Sie sollten allerdings mehrjährige Erfahrung im Umgang mit Segelyachten haben und benötigen entsprechende Führerscheine, um größere Segelyachten zu chartern.
Beliebte Reviere in Europa sind Mittelmeer und Ostsee, für erfahrenere Segler auch die Nordsee mit Reisen rund England oder auch nach Norwegen bis zum Eismeer.
Angebote für Bootscharter findet man mannigfaltig in Fachzeitschriften und im Internet. Die richtige Auswahl ist nicht immer einfach. Wenn Bootsart und Revier bekannt sind, geht es um die Wahl des geeigneten Schiffstyps, Schiffsalters und Chartergesellschaft. Hilfreich ist ein guter Bekannter, der schon eigene Erfahrungen mit einer Chartergesellschaft gemacht hat. Sonst gehört immer eine Prise Glück dazu, die richtige Wahl zu treffen. Preis, Ausgangshafen und die Möglichkeit, einen One-Way-Törn zu gestalten, sind weitere Kriterien.
Nach der Entscheidung für eine Chartergesellschaft und ein Schiff erhalten Sie den Chartervertrag mit einer Ausrüstungsliste des Bootes. Prüfen Sie genau die vorhandene Ausrüstung, ob der Umfang Ihren Vorstellungen entspricht und notieren Sie, was Sie selbst für einen erfolgreichen Törn im Gepäck haben müssen. Gut ist es auch, wenn Sie schriftlich vereinbaren können, dass Sie bei Ihrer Ankunft schon an Bord übernachten können und das Schiff erst am nächsten Morgen offiziell übernehmen. Das spart eine Hotelübernachtung für die komplette Crew.
Bei der Übernahme des Bootes, dem Check in, vergleichen Sie zusammen mit dem Vermieter die Ausrüstungsliste des Bootes mit dem tatsächlichen Inventar und stellen vorhandene Schäden fest. Notieren Sie Abweichungen genau im Protokoll. Für nicht notierte Schäden werden Sie am Ende des Törns mit Ihrer Kaution haften! Verteilen Sie die Aufgaben: ein Crewmitglied für die Küche, den Techniker für den Motor und die Elektrik, den erfahrensten Segler für die Segel.
Und nun auf zum ungetrübten Abenteuer auf dem Wasser und viel Spaß.
